Die zentral in Georgien gelegene Provinz Imereti war Teil der legendären Kolchis,, seine Provinzhauptstadt Kutaissi ist mit über 180.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Georgiens. Kutaissi wurde bereits in der Argonautensaga im dritten Jahrhundert vor Christus erwähnt, die Region hat also eine sehr lange und ereignisreiche Geschichte.


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Imereti entdecken


Durch Imereti reist man am einfachsten immer entlang der Magistralstraße S1, die Georgien von West nach Ost durchquert. Die Straße windet sich gut ausgebaut immer entlang des Rioni-Flusses durch das Tal. Von hier aus können bequem Abstecher zu einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Imeretis gemacht werden.
Die Provinz ist bekannt für Ihre reichhaltigen und für europäische Verhältnisse brechend vollen Tafeln zu feierlichen Anlässen. Hier wird die in Georgien ohnehin schon überaus großzügige Gastfreundschaft noch auf die Spitze getrieben und der Gast wird am Ende eines Festes eine genauso brechend volle Tafel vor sich finden, wie zu Beginn. Die fleißigen Geister in Form der Ehefrauen und Töchter zaubern derweil in der Küche die köstlichsten Speisen zusammen. Wer die Chance hat auf einer imerischen Hochzeit Gast zu sein, sollte das unbedingt tun.
In Imereti gibt es einige wunderbare Sehenswürdigkeiten, die beispielsweise auf der Reise vom Westen in den Osten oder umgekehrt, wenn man von Tbilisi aus ans Meer fahren möchte, angeschaut werden können. In Imereti ist der Tourismus noch in den Kinderschuhen, bei den wenigsten Sehenswürdigkeiten wird man auf andere Touristen treffen.

Auf Nachfrage wird sich die eine oder andere Übernachtungsmöglichkeit finden. Wer hier einen Tipp braucht, kann sich gern an mich wenden.


Georgisches Parlamentsgebäude in Kutaissi


Georgisches Parlament in Kutaissi

Seit 2012 residiert das Georgische Parlament wieder in Kutaissi. Der imposante Bau steht an der Stelle, an der einst das große Denkmal zu Ehren der im zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten stand. Das Foto zeigt das Parlament noch im Bau im Jahr 2012.


Bagrati-Kathedrale Kutaissi


Bagrati Kathedrale in Kutaissi

Die Bagrati-Kathedrale in Imeretis Hauptstadt Kutaissi ist inzwischen wieder vollständig rekonstruiert worden, nachdem sie einen mehrere Jahrhunderte dauernden Dornröschenschlaf als Ruine fristete. Die Ursprünge dieses Nationalheiligtums reichen bis ins elfte Jahrhundert zurück. Sie wurde nach dem Überfall durch die Osmanen im siebzehnten Jahrhundert zerstört und erst 2012 wieder vollständig aufgebaut.


Akademie von Gelati


Akademie von Gelati

Georgien war im Mittelalter eines der bedeutendsten geistigen Zentren der Region. Die Klosteranlage von Gelati beherbergte die Akademie von Gelati, in der Wissenschaftler und Theologen lehrten und forschten. Die Anlage ist heute Teil des UNIESCO Welterbe und wurde teilweise aufwändig restauriert. Im Inneren der Kathedrale befinden sich noch mehrere hundert Jahre alte Wandmalereien.


Kloster Motsameta


Klosteranlage Motsameta

Die Klosteranlage Motsameta befindet sich nahe einer Schleife des Rioni-Flusses und ist noch heute ein berühmter Pilgerort in Georgien. Der Legende nach steht das Kloster an dem Ort, wo im achten Jahrhundert zwei Georgische Prinzen von Osmanischen Eroberern hingerichtet wurden, weil sie sich weigerten, zum Islam zu konvertieren.


Klosteranlage Ubsia


Klosteranlage Ubisa

Die Klosteranlage von Ubsia liegt nur wenige Meter unterhalb der Magistralstraße S1 nur 15 Minuten von Zestafoni entfernt. Die von privaten Spendern restaurierte Anlage verfügt über einen großen Wehrturm, ein Kirchenschiff und eine Bibliothek über dem Torbogen, durch den man die Anlage betritt. Insbesondere die gut erhaltenen Deckenmalereien machen dieses Kloster zu einem empfehlenswerten Zwischenstopp.


Katskhis Sveti


Katskhis Sveti

Katskhis Sveti ist ein etwa 40 Meter hoher Kalksteinmonolith, auf dessen Spitze eine kleine Kapelle errichtet wurde. Die Ursprünge dieser Kapelle und der an ihrem Fuße gelegenen Klosteranlage gehen auf das neunte und zehnte Jahrhundert nach Christus zurück. Die Kapelle auf der Felsnadel ist immer noch bewohnt, kann jedoch von Touristen nicht besichtigt werden. Die Klosteranlage um die Kapelle herum ist jedoch für jedermann zugänglich und absolut eine Reise wert.


Katskhis Tadzari




Nur unweit der Katskhis Sveti gelegen, befindet sich die wunderschöne Kirche Katskhis Tadzari, deren Ursprünge ebenfalls bis ins zehnte Jahrhundert nach Christus zurückreichen. Neben dem eindrucksvollen Kirchenrundbau kann ein Friedhof mit jahrhundertealten Grabsteinen besichtigt werden. Hier trifft man garantiert auf keinen anderen Touristen.

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